Was bisher passiert ist: Bauwagenumzug

Am Freitag letzte Woche war es nun endlich so weit: Unser Bauwagen hat seinen neuen Einsatzort auf dem Feld in Brandis erreicht. Der Weg bis dahin war ein großes Abenteuer und hat alle an die Grenzen des Möglichen gebracht.

am bisherigen Ort bei den Gärten in Stünz – kurz vor dem Aufladen

auf dem Feld vor dem Bauwagenumzug – wohin mit den Arbeitsgeräten?

Wer bis zur letzten Woche schon auf dem Feld gewesen ist, dem wird es aufgefallen sein – bisher gab es auf dem Feld noch keinen geeigneten Ort, um unsere Arbeitsgeräte, Saatgut beziehungsweise uns selbst mal bei ungemütlichem Wetter unterzustellen.

Allerhöchste Zeit also, um diesen Zustand schnell zu ändern.

Der passende Bauwagen für unsere Unterstellträume war auch schon vorhanden. Er wurde bereits auf dem alten Feld in Stünz genutzt. Nun musste nur noch der Umzug nach Brandis organisiert werden.

Einfacher gesagt als getan, denn der Bauwagen lässt sich nicht in eine gewöhnliche Anhängerkupplung hängen zum Transportieren. Was wir brauchten war also ein großer Hänger, auf dem wir das immerhin 5m lange und 800 kg schwere Wägelchen aufladen konnten. Darüber hinaus brauchte es noch mutige Anpacker*innen, stabile Schwerlastgurte und natürlich eine*n Fahrer*in mit Gelassenheit und Ruhe.

sicher aufgeladen und gesichert – dachten wir bis zur zweiten Kurve

Glücklicherweise hat sich alles gefunden und auch das Aufladen auf den Hänger hat sich dank einer Seilwinde ohne größere Sorgen gestaltet, so dass wir vier Leute unsere Energie für das Positionieren und sichere Befestigen auf dem Hänger aufsparen konnten.

„Sicher“ ist bei einer derartigen Transport-Geschichte ein ziemlich schwammiger Begriff, wie wir feststellen mussten. Schon nach der zweiten Kurve bei geringer Geschwindigkeit hat sich der Bauwagen beträchtlich bewegt und aufgeschaukelt, so dass wir ohne großes Zögern lieber gleich rechts ran gefahren sind.

am Feld in Brandis angekommen

Nachdem wir die vorderen Stützfüße neu positioniert und alle Schwerlastgurte nochmal fest gemacht haben, konnte die Fahrt mit ruhigerem Gefühl weitergehen. Ohne weitere Probleme sind wir schließlich direkt bis an die Nordseite des Feldes gefahren und haben den Bauwagen dort abgeladen.

Zu diesem Zeitpunkt war dann erstmal Schluss mit der Unterstützung durch moderne Technik. Nach den Regenfällen in der dritten Märzwoche haben wir uns gegen das Auffahren mit dem Auto auf das Feld entschieden, um der sehr wahrscheinlichen Schlammschlacht und unschönen Fahrrinnen zu entgehen.

der Weg auf das Feld per pedes – alles eine Frage der Technik!?

Von da an zählte vor allem eins: gemeinsam anpacken und den Karren gemeinsam aufs Feld ziehen, schieben, schaukeln, wuchten. Es war eine absolute Grenzerfahrung. Jeder unscheinbare Hügel stellte uns vor eine harte Prüfung und kratzte an der Motivation. „Können wir erstmal etwas essen“, quengelte es von der einen Seite. Während es von der anderen Seite mit Entschlossenheit entgegnet „wollen wir das nicht erst fertig machen und dann essen“.

Kurzzeitig hatten wir gehofft, dass wir noch weitere Unterstützung bekommen, als wir am östlichen Feldrand die Umrisse einiger Menschen erkannt haben. Letztlich haben wir mit unseren archaischen Rufen und ungelenkem Vorankommen offensichtlich vor allem das Interesse der Nachbarn zum Zuschauen geweckt.

Als schließlich die Schwelle durch die Lücke in unseren Wildzaun überwunden war, ging es dann doch noch gut voran. Und sowohl der Bauwagen als auch alle Beteiligten sind ohne Schrammen und Verletzungen sicher auf dem Feld angekommen und wir hatten sogar noch ausreichend Zeit, um eine zweite Hänger-Tour mit dem Kaninchenstall und einem Wassertank zu fahren und dazu noch einige Beete zu bearbeiten.

Eine starke Leistung. Vielen Dank an alle, die das ermöglicht haben.

der Bauwagen an seinem neuen Platz – an der Nordseite des Feldes

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